Bau des AdapTilt Flügels

Formenbau

Der Flügel sollte in Schalenbauweise entstehen. Die dafür nötigen Negativformen wurden von mir auf der CNC Fräse der Akamodell Stuttgart hergestellt. Nachfolgende Bilder zeigen, wie die als Formenmaterial verwendeten Sikablock Platten vom Typ M940 mit Schraubzwingen auf einem exakt geraden Metalltisch verklebt wurden. Als Bodenplatte zum Verschrauben auf der Fräse kam dabei MDF zum Einsatz:

Nachfolgendes Video zeigt die Bearbeitung der Flügelformen auf der CNC Fräsanlage der Akamodell:

 

Nach dem Fräsen erfolgte eine langwierige Nacharbeit von Hand. Zum Entfernen der Frässpuren, Feinschliff und anschließendem Polieren des Flügels war etwa eine Woche mit je 8 bis 10 Stunden Arbeit nötig. Das Ergebnis ist eine glänzende Negativform:

Das Eintrennen der Form benötigte auch noch einmal mehrere Tage, da 6 Schichten aufgetragen werden und zwischen jedem Arbeitsgang 6 Stunden Pause liegen sollen.

Vorbereitungen

Vor dem eigentlichen Aufbau des Flügels in der Negativform musste der Stützstoff zugeschnitten und an den Kanten abgeschrägt werden. Außerdem waren die Kohle und Glasgewebelagen zuzuschneiden und Schablonen für deren Ausrichtung angefertigt werden. Nach dem all dies erledigt war, konnte damit begonnen werden die Deckschicht mit einer Lackierpistole in die Negativform einzubringen.

Laminieren

Für den eigentlichen Aufbau der Flügelschalen in der Negativform standen mir freundlicherweise andere Mitglieder der Akamodell Stuttgart mit helfenden Händen zur Seite. Vielen Dank an dieser Stelle ! Möglichst viele Helfer sind auch nötig, da in der Topfzeit des Harzsystems alle Arbeitsschritte erledigt werden müssen. Nachfolgende Bilder geben nur einen kleinen Eindruck dessen wieder:

Innenausbau und Verbinden der Formhälften

Bevor die Formhälften endgültig geschlossen werden konnten waren noch einige Arbeitsschritte nötig. Der AdapTilt Flügel ist dabei wesentlich komplizierter als ein herkömmlicher Flügel, da neben Holmsteg, Rippen und Querruderverkastung auch noch möglichst präzise ausgerichtete Rippen und Kugellagersitze eingebaut werden müssen. Für diesen Vorgang wurde in der Form schon von Anfang an eine Hilfsvorrichtung zum Ausrichten der Rippen berücksichtigt.

Fertiger Flügel

Der fertige Flügel wiegt direkt aus der Form etwa 220g. Dies entspricht auch relativ genau der Abschätzung nach der Teileliste. Insgesamt ist die Qualität des Flügels als durchaus zufriedenstellend zu bezeichnen. Das Ein oder Andere kann sicherlich beim nächsten Mal noch verbessert werden. Aber ich denke das ist völlig normal. Auch was den Lagenaufbau und die daraus resultierende Steifigkeit angeht sind die gesammelten Erfahrungswerte sehr wertvoll.

 

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