HomeImpressionen vom BauVerkleidung der Motorgondeln


Herstellung einer aerodynamisch günstigen Verkleidung der Motorgondeln

Die Motorgondeln sollen aerodynamisch günstig verkleidet werden. Zudem muss auch noch ein Landewerk integriert werden, da auf den Gondelverkleidungen gelandet werden soll.

Mögliche Geometrien

Die Verkleidungsteile sollen im Vorwärtsflug komplett bündig abschließen. Diese Forderung ist nicht so einfach zu erfüllen wie auf den ersten Blick vielleicht gedacht. Prinzipiell gibt es zwei Schnittvarianten zwischen festem und mitgeschwenktem Teil, die immer möglich sind:

 Schnitt mittels vertikaler Ebene Schnitt mittels horizontalem Kreiszylinder

Gewählte Lösung

Nach mehreren Iterationen konnte eine Lösung gefunden werden, die im Vorwärtsflug komplett bündig abschließt:


 

Planung der Fertigung

Da die Geometrie für die gefundene Lösung sehr umfangreich ist und absolut präzise gefertigte Kanten benötigt, musste die Fertigung im Vorfeld akribisch geplant werden:

                           

 

 

Sämtliche Bohrpositionen und Abläufe wurden vorher genau durchdacht. Die vielen Bohrungen sind nötig, da das "Haupturmodell" (oben links) vier mal verwendet wird (je 2 mal mit Trennebene und 2 mal ohne).

Formenbau

Zuerst wurden die Urmodelle und Trennebenen CNC gefräst. Das Spinnerurmodell (oben nicht abgebildet) entstand dabei aus SikaBlock M700. Dieses preisgünstigere, grobporigere Material kann nicht direkt auf Glanz poliert werden und musste daher noch mit Polyester Deckschichtharz versiegelt werden. Das Urmodell für die Gondelverkleidungen wurde aus SikaBlock M940 hergestellt und konnte somit ohne Versiegelung direkt auf Glanz poliert werden. Die Trennebenen, ebenfalls aus M700 hergestellt, wurden ohne Lackierung verwendet. Allerdings war eine spezielle Behandlung mit Trennmittel nötig, um diese direkt einsetzen zu können.
Nachdem der Formensatz fertig gestellt war, wurden noch spezielle Hilfsformen gefertigt, um später saubere Kanten an der Trennstelle zwischen mitgeschwenktem und stehendem Gondelteil zu erhalten.

 Vorbereiten des Landewerks

Als Landegestell wurden in die Verkleidungsteile Streben aus Kohlefaser einlaminiert. Diese Streben bestehen aus einem Kohlefaser Flechtschlauch und Depron als Kern. Sie wiegen insgesamt (alle 3 Streben zusammen) pro Gondel nur etwa 3,7g. Ihre Herstellung war wesentlich aufwendiger als ursprünglich gedacht, da sie sehr passgenau in die Gondeln geklebt werden müssen. Wird hier mit großer Gewalt gearbeitet, könnten sich die kompletten Gondelverkleidungen verziehen, da diese aus einem sehr dünnen Laminat bestehen. Deshalb wurde zusätzlich zur ursprünglichen Planung noch eine Helling gefertigt, um die Streben darin aushärten zu lassen.

Fertigung der Verkleidungen

Endarbeiten

Ich denke das Resultat kann sich durchaus sehen lassen. Auch wenn der Aufwand für die Herstellung extrem hoch war. Aber so ist das nun mal, wenn man sich in den Kopf gesetzt hat, dass die Gondelverkleidung im Vorwärtsflug exakt bündig abschließen sollen mit dem Flügel. Das Gewicht der Verkleidung für eine Gondel beträgt übrigens etwa 18g. Dies liegt zwar über dem laut Teileliste angestrebten Gewicht von etwa 16g, liegt aber angesichts der vielen Klebenähte, die nicht berücksichtigt wurden, noch im Rahmen. In Zukunft könnte durch die gesammelten Erfahrungen hier durch Berücksichtigung von Klebenähten eine bessere Massenabschätzung erfolgen.

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